Freitag, 28. März 2008

Mummelsee




Die drei Jungfrauen vom Mummelsee



Im Schwarzwald, nahe dem Ufer des Mummelsees, liegt das Dorf Seebach. An kalten dunklen Winterabenden trafen sich die Mädchen und Burschen des Ortes in der Spinnstube, so wie es in früheren Zeiten in vielen Orten Brauch war.
Eines Abends betraten drei ganz in Weiß gekleidete, wunderschöne Jungfrauen die Stube. Die drei trugen Spinnräder mit sich und baten darum, mitspinnen zu dürfen. Sie wurden freundlich willkommen geheißen und gesellten sich zu den jungen Leuten.Es war ein fröhlicher Abend mit viel Geplauder, jedoch mussten die fremden Mädchen die Spinnstube früher als die Spinnerinnen aus dem Dorf verlassen. Dies wurde sehr bedauert und sie wurden darum gebeten, bald wiederzukommen - was sie auch taten. Einer der jungen Burschen aus dem Dorf hatte sich in eine der Jungfrauen verliebt und stellte deshalb die Uhr um eine Stunde zurück, damit er längere Zeit mit ihr verbringen konnte.Um elf Uhr wollten die Mädchen aufbrechen; da gestand ihnen der Bursche, was er getan hatte. Die Mädchen schrien vor Schreck auf und eilten aus der Stube. Am nächsten Tage waren auf dem Wasser des Mummelsees drei große Blutflecken zu sehen.
Von diesem Tage an war aus den Tiefen des Sees oft ein Murmeln, Klagen und Jammern zu hören - war den Mädchen etwas zugestoßen, weil sie erst nach Mitternacht heimgekommen waren?Sie wurden nie wieder in der Spinnstube zu Seebach gesehen…Diese und viele andere seltsame Geschichten ranken sich um den geheimnisvollen Mummelsee.

Schauenburg




Die weiße Dame von der Schauenburg


Einst lebte auf der Schauenburg ein Ritter, der sich von seiner Frau sehnlichst einen Sohn wünschte. Als er eines Tages von der Jagd zurückkehrte und die Nachricht erhielt, dass er eine Tochter hatte, wurde er sehr zornig. Seine Gemahlin starb aus Kummer über seinen Zorn.Daraufhin übergab der Ritter das Kind einer Magd und verließ die Burg, um durch die Welt zu ziehen.
Als er nach zwanzig Jahren zurückkehrte, machte er sich auf die Suche nach seiner Tochter. Schließlich fand er sie auch und forderte sie auf, zu ihm auf die Schauenburg zu kommen und einen reichen Vetter zu heiraten. Die junge Frau hatte nichts von ihrer adligen Herkunft geahnt und war mit einem Müllersknecht verheiratet. Das Angebot ihres Vaters erschien ihr jedoch sehr verlockend, und so verließ sie heimlich ihren Mann, um auf der Schauenburg ihren Vetter zu heiraten. Nach Jahren, bei einem großen Fest auf der Burg, sah die Frau ihren zufällig gekommenen ersten Gatten und fiel tot um. Seit dieser Nacht ist sie dazu verflucht, alle fünfzig Jahre einem Wanderer zu erscheinen und ihn um Erlösung zu bitten.Er muss ihr einen Wunsch erfüllen - tut er das nicht, wird er nach drei Tagen sterben.
Von einem alten Waldhüter wurde berichtet er habe die weiße Dame, gekleidet in ein langes weißes Schleppgewand, über die Burgwiesen wandern sehen.Auf ihre Bitte hätte er ihr den Weg nach Oberkirch gewiesen. Daraufhin habe er von ihr eine uralte Münze erhalten, die alsbald aus seiner Tasche verschwunden sei.Die Holzfäller, die im Wald arbeiteten, hatten niemanden gesehen und sagten zu ihm: "Du hast die weiße Dame gesehen und musst nun sterben."Der Waldhüter wurde aber 80 Jahre alt und glaubte bis ans Ende seines Lebens, dass er die Dame erlöst hat.

Müsingen


Die kopflose Frau von Münsingen

Der Weg zwischen Münsingen und Bonndorf ist unheimlich, denn von Zeit zu Zeit geistert dort ein Wesen herum, das den Kopf unter dem Arm trägt.Es tut niemandem etwas, geht nur ruhig neben den Leuten her.Sobald man jedoch versucht, dieses Wesen loszuwerden, springt es auf den Rücken des Wanderers und führt ihn in die Irre.Bei der Kapelle zwischen Münsingen und Bonndorf, gleichzeitig auch Markstein zwischen den Or
Die Sage erzählt dass dies der Geist einer Frau ist, die zu Lebzeiten ihren Mann ermordet hat weil sie einen anderen liebte. Zur Strafe für dieses Verbrechen muss sie seither mit dem Kopf unter dem Arm umherwandern.Das ist ihr Schicksal, bis ein junger Mann der am Walpurgistag nachts um zwölf Uhr geboren wurde, sie an seinem zwanzigsten Geburtstag erlöst.
ten, verschwindet das Gespenst.

Kirnbach




Die Geisterkutsche


In den Ruinen des Bergschlosses bei Kirnbach befindet sich in einem Felsen, dem Rappenstein, ein unergründlich tiefes Loch.Es wird erzählt, dass aus diesem Loch in den Adventsnächten eine Kutsche auftaucht, die von zwanzig grauen Geißböcke gezogen und von zwei Laternen beleuchtet wird.In der Kutsche sitzt alleine ein ehemaliger Graf, in voller Rüstung und mit geschlossenem Helmvisier, der das Gefährt lenkt. Aus dem Loch im Felsen folgen der Kutsche mehr als hundert Knappen, von denen jeder einen Speer und eine brennende Fackel hält. Lärmend und blitzschnell fährt die Kutsche den steilen Weg durch die Schlucht hinab ins Tal. Dort hält sie und die Knappen versammeln sich um das Gefährt; der Graf steigt aus, legt einen Hemmschuh an ein Rad und setzt sich wieder hinein. In diesem Augenblick werfen die Knappen unter großem Geschrei ihre sogleich erlöschenden Fackeln von sich und verschwinden mit der Hälfte der Geißböcke. Mit dem Rest des Gespannes, begleitet vom spärlichen Licht der zwei Laternen und den Hemmschuh noch immer am Rad, rast der Graf den Weg so schnell hinauf, wie er ihn herabgekommen ist.
Oft ist es geschehen, dass Leute dem seltsamen Zug begegneten. Wer rasch genug zur Seite sprang, dem geschah nichts.Wem dies nicht gelang, der wurde von der Kutsche überfahren, jedoch geschah niemals jemandem ein ernsthaftes Leid.

Emmendingen







Die Hochburg
Um die Hochburg ranken sich viele Geschichten:


Es wird berichtet, dass in den verschütteten Kellern der Ruine seit langer Zeit ein sagenhafter Schatz verborgen sei, der von einer Jungfrau bewacht wird.Die Jungfrau soll in hellen Mondnächten in einem Erker erscheinen, wo sie ein trauriges Lied singt.Auch steigt sie oft des Nachts ins Tal hinunter, um am Bach ihre goldenen Haare zu waschenEs heißt, sie sei ganz in Weiß gekleidet und trage einen großen Schlüsselbund am Gürtel. und zu flechten.

Mittwoch, 26. März 2008

Espasingen




Der Geist bei Espasingen


Der Bregenzer Grafensohn und spätere Bischof von Konstanz Gebhard II. gründete vor etwa 1000 Jahren das Kloster Petershausen. Im Jahre 983 wurde mit dem Bau der Klosterkirche begonnen. Die ersten Gebäude des Klosters bestanden nur kurze Zeit. 1159 brannte es bis auf die Grundmauern nieder. Zum zweiten Mal zerstört wurde es 400 Jahre später im in den Wirren der Religionskriege. Da sich Konstanz der Reformation anschloss, wurden auch die Mönche vertrieben.Ein neues klösterliches Gemeinschaftsleben war erst wieder mit dem Ende des 30-jährigen Krieges möglich. Das Kloster erhielt den enteigneten Boden zurück, die Abtei erlebte eine neue, letzte Blütezeit. Die Säkularisierung von 1802 bedeutete für das Kloster die endgültige Schließung. Es diente von da an verschiedenen Zwecken: als Schloß für die Söhne des Markgrafen von Baden, als Militärhospital, später als Kaserne. Aus seiner bewegten Geschichte ist folgende Geschichte überliefert:
Vor langer Zeit brach einmal ein Abt des Klosters in einer nebligen Nacht in den Hegau auf, um Geschäfte zu erledigen.Als er bei Tagesanbruch am Rande eines Moores angelangt war bemerkte er einen seltsamen Mann neben sich, konnte ihn jedoch wegen des Nebels nicht erkennen. In Gedanken versunken, ritt der Abt weiter.Als er fast in der Mitte, an der tiefsten Stelle des Moores bei einem Weiher ankam, griff die Gestalt nach dem Zaumzeug des Pferdes. Erst als das Wesen versuchte, das Pferd mitsamt seinem Reiter in das Wasser zu zerren, wurde der Abt aus seinen Gedanken gerissen.Im Augenblick dieser Gefahr flehte er zu Gott und dem heiligen Gebhard um Hilfe. Daraufhin verschwand der böse Geist und der Abt war gerettet.

Gunzoburg


Der Geist der Gunzoburg

In der Oberstadt Überlingens steht ein altes Haus, das auch die Burg genannt wird. In diesem Haus soll einst der Alemannenherzog Gunzo gewohnt haben.Eine Inschrift am Torbogen des Hauses sagt folgendes:"In dieser Burg residierte im Jahre 641 Gunzo, Herzog von Schwaben und Alemannien."Einst erschien den Hausbewohnern mitunter unverhofft ein über sechs Fuss großer schwarzer Ritter, der ebenso plötzlich wieder verschwand. Manchmal begegnete er auch hinter dem Haus im Burggäßchen Leuten, die er verfolgte und in den Stadgraben warf.Schließlich wurde an der Hausecke ein Kreuz unter einen Haufen Ziegelsteine gelegt, und der Geist konnte im Burggäßchen nicht mehr erscheinen. Nur im Haus tauchte er von Zeit zu Zeit noch auf.Eines Nachts erschien er im Schlafzimmer, als die Frau des Hausherrn sich zu Bett begeben hatte. Geräuschlos öffnete sich die Tür, und herein kam ein riesiger schwarzer Ritter, dessen Gesicht nicht zu erkennen war; in der Hand trug er ein Gefäss, das mit glühenden Kohlen gefüllt war.Er leerte das Kohlebecken über dem Bett aus, so dass die glühenden Kohlen auf der Bettdecke liegen blieben. Dies richtete keinen Schaden an.Bald darauf jedoch gebar die Frau ein Kind mit schwarzen Brandmalen.